Basisinformationen

Die Vasektomie (männliche Sterilisation) ist die zur Zeit sicherste und einfachste Methode zur Verhütung bei abgeschlossener Familienplanung. Im Gegensatz zur Sterilisation der Frau kann dieser Eingriff in lokaler Betäubung und ohne größeren Aufwand erfolgen.

Alle Versuche zur chemischen Verhütung beim Mann (Pille für den Mann) konnten sich nicht durchsetzen, da sie entweder nicht sicher oder mit zu vielen Nebenwirkungen behaftet waren. So bleibt auch in absehbarer Zukunft neben dem Einsatz von Kondomen (bei Männern mit fortbestehendem Zeugungswunsch) nur die operative Methode der Vasektomie als effektiver Schutz.

Über 60 Millionen Männer wurden bisher weltweit sterilisiert!

Im Allgemeinen und insbesondere in Westeuropa und Amerika unterliegt die Familienplanung und somit auch die Verhütung bei der Frau. Seit Erfindung der „Pille“ ist dies die sicherste Methode, vor allem da sie jederzeit unterbrochen werden kann, wenn Kinderwunsch besteht. Nach Abschluss der Familienplanung, d.h. in Deutschland durchschnittlich nach dem 2. Kind, sind viele Frauen aber nicht mehr bereit, weiterhin „Chemie“ zu schlucken, sodass zunehmend der Mann die Aufgabe der Fertilitätskontrolle in Form einer Vasektomie übernimmt.

Da auch nach der Vasektomie weiterhin eine  Samenzellproduktion im Hoden aufrecht erhalten bleibt, besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer Wiederherstellungs-Operation. Jedoch ist diese mit einigem Aufwand verbunden. Beide Samenleiterenden werden unter dem Operationsmikroskop wieder zusammengenäht. In den meisten Fällen kann eine Durchgängigkeit der Samenleiter erreicht werden, allerdings führt der Eingriff in seltenen Fällen trotzdem nicht zu erneuter Zeugungsfähigkeit.